anstehende Spiele

anstehende Begegnungen:


1. Herren

26.02.2012

17:00

TV Stadtoldendorf

-

SF Söhre

 

männl. B-Jugend

25.02.2012

14:30 Uhr

TSV Burgdorf

-

SF Söhre


Vorhang auf mit Trommelwirbel PDF Drucken E-Mail


Acht Teams treffen sich in Bad Salzdetfurth zur zehnten Auflage des traditionellen Turniers am Jahresanfang.

Wenn die Damen auf die Pauke hauen, muss sich sogar manch‘ hartgesottener männlicher Handball-Fan die Ohren zuhalten (rechte untere Bildecke). Im vergangenen Jahr war die Stimmung beim HAZ-Cup in Himmelsthür prächtig. In Bad Salzdetfurth wird es sicher nicht anders sein. Fotos: Kaiser

 

Bad Salzdetfurth (pw). Vorhang auf zur großen Handball-Party. Spieler, Fans und Organisatoren fiebern dem Anpfiff entgegen. In der Sporthalle am Birkenweg in Bad Salzdetfurth steigt am kommenden Wochenende das traditionelle Turnier um den HAZ-Cup. Mit Ausnahme der Bundesliga-Mannschaft von Eintracht Hildesheim geben sich die am höchsten spielenden Teams der Region ein Stelldichein. Und in diesem Jahr gibt es sogar ein kleines Jubiläum zu feiern. Der HAZ-Handball- Cup findet nämlich zum zehnten Mal statt. Die Vorfreude ist bei allen Beteiligten riesengroß. Auf der Homepage des Ausrichters SV Eintracht Bad Salzdetfurth läuft schon seit Wochen der Countdown, der die Tage bis zum Beginn des Handball-Events anzeigt. Veranstalter ist die Hildesheimer Allgemeine Zeitung. Schirmherr ist wie in den Vorjahren Landrat Reiner Wegner. Nach den positiven Bilanzen in den vergangenen Jahren wird auch diesmal mit einem großen Besucherandrang gerechnet. Wie immer spielen acht Mannschaften um Pokal und Preisgelder. Hoffungen auf vordere Platzierungen machen sich neben Titelverteidiger TV Eiche Dingelbe die Oberliga-Klassengefährten SV Alfeld und TuS Grün- Weiß Himmelsthür sowie die Sportfreunde Söhre (Verbandsliga) und Eintracht Hildesheim II (Landesliga). Die WSL-Oberligisten MTV Harsum, SV Eintracht Bad Salzdetfurth und TuSpo Lamspringe wollen den Favoriten Paroli bieten. Los geht das Spektakel am Sonnabend, 7. Januar, um 15 Uhr. Am Sonntag wird das Turnier um 10.30 Uhr fortgesetzt. Im Vorjahr triumphierte der TV Eiche Dingelbe, der im Finale Eintracht Hildesheim II besiegte. Dritter wurden die Sportfreunde Söhre. Das Salzdetfurther Helferteam, das schon seit November des vergangenen Jahres mit der Vorbereitung beschäftigt ist und auch bereits 2008 ein hervorragender Ausrichter war, will den Fans wieder alles bieten, was zu einem gelungenen Turnier dazugehört. Die HAZ versorgt alle Interessierten auf dieser Seite mit Informationen zu den Mannschaften sowie dem Spielplan
und Stimmen.

 

 


"Eiche Dingelbe ist wie immer in unserer Gruppe gelandet und hat den Cup ja mehr oder weniger abonniert. Aber bei der relativ kurzen Spielzeit sind Überraschungen natürlich immer möglich" Michael Kaufmann, Manager von Grün-Weiß Himmelsthür



Wir wollen bei dem gut besetzten Turnier schnell in Tritt kommen und werden alle Spiele sehr ernst nehmen. Natürlich wollen wir das Finale erreichen. Von der Papierform her sind wir sicherlich der Favorit Thomas Brandes, Trainer der SV Alfeld



"Meine Jungs freuen sich schon auf die Begegnungen der Vorrunde, vor allem gegen Oberligist SV Alfeld. Da müssen wir am oberen Limit spielen. Wir kommen gern, nicht zuletzt wegen der tollen Atmosphäre"  Jürgen Bätjer, Trainer von Eintracht Hildesheim II

 

Teams Gruppe A

Eiche Dingelbe: Mit Gerfen aus der Krise?

Die Handballwelt in Dingelbe ist in ziemliche Unordnung geraten. Die Bilanz ist im vierten Jahr der Oberliga-Zugehörigkeit ziemlich mager. Die Eichen bewegen sich mit 6:20 Punkten am Rande der Abstiegszone. Die Ursachen sind vielfältig. Die Mannschaft hatte mit großen Formschwankungen zu kämpfen. Guten Leistungen folgten extrem schwache Vorstellungen. Verletzungen, Krankheiten und Querelen haben sich ebenfalls negativ ausgewirkt. Der Höhepunkt der Krise war mit dem Abgang des langjährigen Trainers Kay Kühnel erreicht. Nun hoffen alle Beteiligten im Dingelber Lager auf einen Neuanfang und die große Wende in der zweiten Halbserie. Neuer Hoffnungsträger ist Ex-Profi Peter Gerfen, der nun auf der Dingelber Kommandobrücke steht. Der HAZ-Cup soll dazu dienen, an der Klunkau für Aufbruchstimmung zu sorgen, die Eichen gehen als Titelverteidiger in das Pokalrennen. Der neue Dingelber Chefcoach hatte bereits 2009 als Trainer der SV Alfeld das Flair des beliebten HAZ-Handball-Cups in Harsum miterlebt. Damals wurden die Alfelder nach einem packenden Match gegen Himmelsthür im Siebenmeterwerfen Dritter.

 

Sportfreunde Söhre: In der Verbandsliga angekommen

Mit drei Siegen in Folge war Aufsteiger Sportfreunde Söhre perfekt in das Abenteuer Verbandsliga gestartet, es folgten aber sehr schwierige Zeiten mit etlichen Rückschlägen. Erst in den letztenWochen des vergangenen Jahres lief es dann wieder besser. „Ich glaube, wir sind in der Klasse angekommen, die sicherlich viel ausgeglichener ist als die Landesliga“, sagt zweiter Klubvorsitzender Matthias Ihmann. „In der 5. Liga gibt keine einfachen Spiele. Hier kann bis auf den TV Stadtoldendorf jeder jeden schlagen. Mit 10:10 Punkten sind wir absolut im Soll. Wenn wir am Ende ein ausgeglichenes Punktekonto hätten, wäre das für die erste Verbandsliga-Saison ein super Ergebnis“, ergänzt Ihmann. „Die Angriffsleistungen sind relativ konstant. Die größte Baustelle ist sicherlich die Abwehr.“ Der HAZ Cup hat für die Sportfreunde Söhre einen hohen Stellenwert – „weil es immer reizvoll ist, sich mit den Oberligateams aus der näheren Umgebung zu messen und weil die Atmosphäre beeindruckend ist“, betont Ihmann.   Söhre hat eine sehr schwere Gruppe erwischt und muss bereits in der Vorrunde gegen Dingelbe und Himmelsthür antreten. Ihmann verspricht: „Wir geben alles!“

 

TuSpo Lamspringe: Köpfe nicht in den Sand stecken

Nach dem Aufstieg in die WSL-Oberliga war die Euphorie in Lamspringe groß. Doch die Ernüchterung sollte bald folgen. Momentan dümpelt die Mannschaft mit 6:16 Punkten am Rande der Abstiegszone herum. Der derzeitige 12. Rang ist keine Platzierung, die für Beruhigung sorgt. TuSpo-Trainer Stephan Heyder mäkelt: „Der bisherige Saisonverlauf ist keineswegs zufriedenstellend. Es hätten durchaus einige Pluspunktemehr auf demKonto sein können. Wir sind hinter den eigenen Erwartungen zurück geblieben.“ Aber den Kopf in den Sand stecken die Lamspringer deshalb noch lange nicht. „Ich hoffe, dass sowohl die Abwehr als auch der Angriff im Laufe der zweiten Halbserie konstantere Leistungen bringen“, so der Trainer. Der HAZ-Cup bietet eine gute Gelegenheit, an der Behebung der Defizite zu arbeiten, wenngleich die Lamspringer als krasser Außenseiter ins Rennen gehen. „Wir nehmen zum ersten Mal an diesem Turnier teil und freuen uns, dass wir uns in Salzdetfurth präsentieren dürfen“, so Heyder. „Für uns ist die Teilnahme ein Lernprozess. Wir wollen so gut mitspielen wie es geht.“

 

Himmelsthür: Manager kritisiert die Leistungsträger

„Auswärts liefern wir regelmäßig gute Leistungen ab und verlieren gegenMannschaften wie Lehrte, Großenheidorn und Northeim nur mit wenigen Toren Unterschied. In eigener Halle spielen wir wie ein Absteiger und vergeigen die Spiele meist innerhalb von zehn Minuten“, klagt Michael Kaufmann, Manager des TuS Grün-Weiß Himmelsthür. In der Oberliga steht derAufsteiger derzeit auf einem Abstiegsrang. „Man kann sagen, dass unsere Vorstellungen, was die Punktausbeute (6:20), aber auch die Einstellung und Leistung einiger Spieler anbetrifft, nicht erfüllt wurden“, kritisiert Kaufmann. „Noch ist der Zug nicht abgefahren, doch vor allem die Leistungsträger und die Torleute müssen sich steigern. Es ist noch alles drin, wenn jeder nur zehn Prozent mehr gibt“, meint Kaufmann. Beim HAZ-Cup wollen er und Trainer Goran Krka wichtige Erkenntnisse für die zweite Halbserie sammeln. „In den letzten Jahren sind unsere Auftritte beim HAZ-Cup nicht gerade souverän gewesen, und immer hat sich irgendjemand schwer verletzt. Wir hoffen, dass es dieses Mal anders sein wird“, so Kaufmann.

 

Teams Gruppe B

SV Alfeld: Zu Hause sind sie eine Macht

„Etwas mehr wäre schön gewesen, aber insgesamt können wir mit dembisherigen Saisonverlauf zufrieden sein. Wir stehen genau dort, wo wir uns auch vor der Saison gesehen haben“, erklärt Thomas Brandes, Coach des Oberligisten SV Alfeld. 18:8 Punkte und Platz fünf stehen nach 13 Spieltagen zu Buche. „In den Heimspielen haben wir fast ausnahmslos engagierte und erfolgreiche Spiele abgeliefert. Leider gelang es uns nicht, diese Form auch auswärts immer abzurufen. Gerade die zwei Minuspunkte in Warberg haben uns richtig weh getan“, bemerkt Brandes. Man darf aber nicht vergessen, dass mit Christian Brand ein wichtiger Leistungsträger nach seiner Schulter-OP noch nicht hundertprozentig fit war. „Ich erwarte, dass wir in der Rückserie noch konstanter und stärker auftreten werden“, sagt Brandes. In der Deckung läuft es bereits gut. „Sicherlich auch dadurch bedingt, dass wir mit unserenUngarnzwei qualitativ hochwertige Spieler verpflichten konnten“, so Brandes. „Im Positionsspiel fehlen aber häufig noch die Ruhe und das richtige Entscheidungsverhalten.“ Nichts desto trotz zählt die SV Alfeld bem HAZ-Cup zu den heißesten Favoriten.


Eintracht II: Noch läuft es etwas holprig

Der Aufstieg in die Verbandsliga ist das erklärte Ziel der Erstliga-Reserve von Eintracht Hildesheim. Die Erwartungen wurden aber noch nicht ganz erfüllt, denn die bisherigen Spiele in der Landesliga sind ein wenig holprig verlaufen. Ärgerlich waren vor allem die Niederlagen gegen Idensen-Wunstorf und MTV Rohrsen. Mit derzeit 16:6 Punkten an dritter Stelle haben die Einträchtler aber noch Blickkontakt zum Spitzenreiter HSG Schaumburg-Nord. „Sicherlich war der Start nicht so, wie wir es uns gewünscht haben. Wir sind eigentlich individuell stark besetzt, aber in einigen Situationen fehlten uns noch die Dynamik und auch das Spielverständnis“, räumt Coach Jürgen Bätjer ein. Die nächsten beiden Punktspiele der Rückrunde gegen Idensen und Springe II sind sehr wichtig. „Danach werden wir unsere Stärke besser einschätzen können“, so Bätjer. Das HAZ-Turnier kommt ihm sehr gelegen: „So können wir nach der Weihnachtspause wieder in den Rhythmus kommen. Meine Jungs freuen sich auf die Begegnungen der Vorrunde, vor allem wenn es gegen den Oberligisten SV Alfeld geht.“ Im vergangenen Jahr erreichte Eintracht II das Finale.


MTV Harsum: Als Geheimfavorit in die Rückrunde

„Wir liegen in der WSL-Oberliga voll im Soll. Natürlich wurmt uns noch immer die unglückliche Niederlage am ersten Spieltag in Alfeld, aber bei uns liegt der Fokus immer auf dem nächsten Spiel“, zieht Karsten Dvorak, Trainer des MTV Harsum, eine Hinrundenbilanz. Die Harsumer Mannschaft hat sich gefunden, ist mental gewachsen und ausgeglichen besetzt. Ob es für den Aufstieg schon reicht, wird der weitere Verlauf der Rückrunde zeigen. Die Harsumer sind so etwas wie der Geheimfavorit. Gleich zu Beginn des neuen Jahres stehen richtungsweisende Partien an. Dvorak bleibt realistisch: „Die Favoritenrolle liegt weiter bei Alfeld und Emmerthal. Das ist auch gut so.“ De rHAZ-Cup hat für dieMTVer dieses Mal einen höheren Stellenwert. Letztes Jahr lag der Schwerpunkt auf dem HVN Pokalspiel, das zur gleichen Zeit stattfand. Damals wurden einige Spieler geschont. „Dieses Jahr haben wir etwas mehr Glück mit der Auslosung, vielleicht ist ja eine Überraschung möglich“, hofft Dvorak. Eiche Dingelbe und die Bundesliga-Reserve von Eintracht Hildesheim seien aber die klaren Favoriten in der Gruppe.


SVE Bad Salzdetfurth: „Hurra, wir leben noch!“

Die Handballer von Eintracht Bad Salzdetfurth haben schwere Zeiten durchgemacht. Deshalb ist man schon mit wenig zufrieden. Nach dem sang- und klanglosen Abstieg aus der Landesliga und dem Abgang vieler Spieler rangiert das Team derzeit im gesicherten Mittelfeld der WSL-Oberliga. So weit so gut. „Aber gemessen an dem, was nach meiner Auffassung eigentlich an Leistungsvermögen in der Mannschaft steckt, wurden meine Erwartungen nicht erfüllt“, kritisiert Trainer Thilo Heyken. „Da wir aber unerwartet starke personelle Veränderungen im Hinblick auf die Trainingsbeteiligung hinnehmen mussten, was bei unserem kleinen Kader voll durchschlägt, müssen wir zufrieden sein.“ Verbessert werden müsse die mannschaftliche Geschlossenheit und vor allem die kämpferische Einstellung, fordert Heyken. Er und die Klubverantwortlichen freuen sich, das HAZ-Turnier nach 2008 zum zweiten Mal ausrichten zu dürfen. „So können wir trotz der schwierigen Situation der Abteilung zeigen, dass der Salzdetfurther Handball noch am Leben ist“, bemerkt Heyken.

 

Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 05.01.2012

 

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