Abschlussschwäche in Halbzeit zwei bringt Söhres zweiten Herren Niederlage beim Hannoverschen SC ein.

Noch vor drei Wochen hatte man souverän gegen Blau-Weiß gewonnen und irgendwie hoffte man wohl gegen die zweite Vertretung des Hannoverschen SC auf einen Selbstläufer. Doch auch wenn man als Fünfter gegen den Elften der Tabellen antrat, zu leicht sollte man die Sache nicht nehmen, zumal mit Cedric Fernandez ein starker Rückraumspieler verletzt ausgefallen war und es einige Absagen privater Natur im Kader von Trainer Guido Meyer gegeben hatte.

Das Spiel beginnt etwas holperig für Söhre, die erste Großchange vom Kreis kann der Torhüter des HSC vereiteln, der Gastgeber geht in der Folge mit 2:1 in Führung. Nach leichten Startproblemen kommt die Söhrer Deckung besser ins Spiel, Julian (Jewlz) Modrejewski blockt den Ball und Noah Schwarz geht steil zur 2:3 Führung in der 4 Minute. Torwart André Rürup steht souverän im Kasten der Gäste, nach gehaltenem 7 Meter nimmt er in der 10 Minute auch noch einen Konter weg und kann so das 5:8 für die Söhrer festhalten. Unverständlich bleiben aber die seltsamen Kreisanspiele der Gäste per Tipper in den Raum. Anstatt das die Rückraumspieler selber ihre Change nutzen oder zu die freien Außen geben, wird immer wieder der unter doppelter Deckung stehende Kreis gesucht. Die Folge sind fast 10 torlose Minuten für Söhre, erst in der 18 Minute kann Daniel Breitmeyer die Minikrise beenden, als er auf Mitte anwackelt und dann hochsteigt. Doch in der 23 Minute ist der HSC mit dem 9:10 wieder dran, Söhre muss zwingend nachlegen. Alex Thiel macht Druck, drei Feldtore und 2 Siebenmeter in 5 Minuten bringen sein Team mit 12:16 bis zur 28 Minute in Führung. Aber unmittelbar vor dem Pausenpfiff schleichen sich erneut Fehler im Angriff ein, die Gastgeber bestrafen dies umgehend mit zwei Tempogegenstößen, mit einer knappen 14:16 Führung geht es in die Kabine.

Viel Bewegung, wenig Zählbares auf beiden Seiten, so lässt sich die Anfangsphase der zweiten Hälfte zusammenfassen und erst der Treffer von Alex Thiel in der 34 Minute über halblinks bringt das Handballspielen zurück. Auch wenn Söhre in der 38 Minute noch einmal durch Henrik Klaproth auf 17:19 vorlegt, in der 40 Minute erzielt der Gastgeber per Tempogegenstoß den 19:19 Ausgleich. Söhres Angriffsspiel ist eine Mischung zwischen Hilf- und Einfallslosigkeit, zwar wird sich viel vor der Abwehr bewegt, aber der Druck auf die gut stehende 6/0 Deckung ist nicht da. Zudem ist das Glück ist nicht auf Seiten der Gäste, gleich drei Tempogegenstöße werden ab der 50 Minute in Folge abgegeben und die Durststrecke ohne Torerfolg zieht sich über fast 12 Minuten, dann endlich in der 53 Minuten kann Alex Thiel im Fallen den 23:20 Anschluss erzielen. Noch einmal keimt Hoffnung beim 26:23 durch Jörn Eckhardt über rechts außen auf. Es sind noch 3½ Minuten auf der Uhr, Söhre ist in Überzahl und bekommt einen 7 Meter zugesprochen, da das Kampfgericht das Spiel unzulässiger Weise bei einer Söhrer Torchance unterbrochen hatte. Aber der Ball vom sonst so treffsicheren Alex Thiel knallt nur aufs Aluminium. Auch wenn Daniel Breitmeyer im Angriff darauf seinen Strafwurf zum 26:24 versenkt, Söhre muss mit offener Deckung alles auf einer Karte setzen, jedoch die Gastgeber sind clever genug und können noch zweimal einnetzen. Am Ende steht ein 28:25 für den HSC auf der Anzeigentafel, das sich Söhre durch sein verkorkstes Spiel Mitte der zweiten Hälfte selber eingebrockt hat.

Aufstellung: André Rürup (TW), Marcell Gatzemeyer (TW), Alexander Thiel (9, 2), Daniel Breitmeyer (3, 1), Patrick Schulenburg (3), Jonas Fürmeier, Kevin Sieler (2), Cedrik Rodemann, Jörn Eckhardt (1), Thomas Rojahn, Henrik Klaproth (1), Julian Modrejewski (4), Noah Schwarz (2)

UB

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