Derbysieg in der Steinberghalle, zweite Herren setzen sich deutlich gegen den SV Alfeld 2 durch
Nach zuletzt zwei überzeugenden Siegen wollte sich das Team von Florian Breitmeyer auch im Derby gegen den SV Alfeld 2 schadlos halten. Gegen den Aufsteiger aus der Landesliga Hannover hatte man zuletzt vor eineinhalb Jahren ein Testspiel in Alfeld absolviert und es war dabei das Tempospiel der jungen Mannschaft im Gedächtnis geblieben. Vorgabe des Trainers war demzufolge ein schnelles Rückzugsspiel, zudem dürfte man sich bei einem Derby auf mehr körperliche Härte einstellen, als es bei einem Testspiel der Fall ist. Bedauerlich für echte Derby Atmosphäre war allerdings die überlappende Ansetzung von Alfelds erster Herrenmannschaft gegen den MTV Vorsfelde, da würde sich die Zuschauerunterstützung für die Gäste doch in engen Grenzen halten. Durch die berufliche Absage von Justin Engelhardt konnte diesmal die Torwartposition nicht doppelt besetzt werden, auf allen anderen Positionen aber hatte Söhres Coach reichlich Optionen, zu variieren.
Die Gäste scheinen nicht im gleichen Maße motiviert ins Spiel einzusteigen, wie es der Gastgeber vorlebt. Während man sich auf Alfelder Seite scheinbar noch finden muss, spielt Söhre von Beginn an kompromisslosen Tempohandball und Bjarne Breitmeier über links außen und Lukas Bogisch über rechts außen, legen jeweils per Tempogegenstoß vor. Doch auch wenn sich die Alfelder Deckung aufstellen konnte, dem Söhrer Kombinationsspiel hat sie wenig entgegenzusetzen, denn die Heimmannschaft kann von jeder Position aus aufzeigen, wo die Lücken in der Gästeabwehr zu finden sind. Nach sechs Minuten erhöht Julius Valentin Bartels über die Mitte zum 6:0 und Alfeld muss sich deutlich verbessern, will man kein Desaster in der Steinberghalle erleben. Es ist Alfelds Oldie Andreas Lück, der über halbrechts für sein Team in der 8-ten Minute die erste echte Tormöglichkeit erzwingen kann. Der Mann für die 7-Meter ist bei den Gästen Lennard Spormann, der den fälligen Strafwurf unhaltbar gegen Söhres Marvin Engelhardt zum 6:1 Anschluss versenkt. Gegen Söhres Kreisläufer Robin Skripalle haben die Alfelder ihrerseits allerdings wenig aufzubieten. Doppelschlag von ihm zum 8:2 nach dreizehn Minuten, im Angriff drauf kann Julian Modrejewski per Rückraumkracher zum 9:2 nachlegen. Für die Gastmannschaft hatte es in den ersten fünfzehn Minuten lediglich zu drei mageren 7-Meter Toren gereicht, erst in der 16-ten Minute schafft Nils Deinert mit dem 10:4 den ersten Treffen aus dem laufenden Spiel. Zweimal konnte Alfelds Torwart bereits Söhres Linksaußen einen Wurf vereiteln, gegen den 7-Meter von Bjarne Breitmeier ist jedoch nichts für ihn zu halten und für Söhre steht nach 20 Minuten ein 12:6 auf der Anzeigentafel. Wenn Alfeld heute für jeden vom Torwart gefangenen Ball eine Kiste Bier in Söhres Kabine stellen müsste, bliebe wohl wenig Platz zum Umziehen über. Marvin Engelhardt tut sich schwer, sein Grinsen zu verkneifen, wenn er wieder mal einen Ball mit beiden Händen aus der Luft gefischt hat und gleich zum Tempogegenstoß rausbringen kann, wie beim 13:6 durch Jonathan Dumke über die linke Seite. Selbst dann, wenn die Gäste zu einem ihrer seltenen Torerfolge kommen, Söhres Antwort erfolgt prompt. Mit dem Temposprint vom Mittelkreis zeigt Björn Riesen was es heißt, konsequent die schnelle erste Welle umzusetzen und auch in zweiter Welle suchen Moritz Fürmeier und Julian Modrejewski den zügigen Abschluss. Das 19:9 nach 27 Minuten ist schon eine ziemliche Ansage, da muss sich Alfelds Andreas Lück von Kreis mächtig lang machen, damit man wenigsten den zweistelligen Bereich in Halbzeit eins erreicht. Den endgültigen Pausenstand von 21:11 macht Moritz Fürmeier kurz vor dem Pfiff perfekt, der sich mit seinen starken eins-gegen-eins gegen die oftmals unsortierte Alfelder Deckung durchsetzen kann.
Wer nach der Pause mit einem Aufbäumen von Alfelds Team gerechnet hatte, muss sich enttäuscht sehen. Auch wenn auf Seite der Gäste Leander Flake nach seinem Einsatz in der ersten Herrenmannschaft nachgetragen wurde, ein Spieler allein kann nicht die Defizite eines kompletten Teams kompensieren. In der 34-ten Minute kann er zwar zum 24:12 treffen, doch Söhres Spielüberlegenheit tut das keinen Abbruch. Mit Julius Valentin Bartels und Moritz Fürmeier stehen Söhres Trainer Florian Breitmeier zwei Spieler zur Verfügung, die auf Mitte sowie auf halblinks eingesetzt werden können und von beiden Positionen Torgefahr ausstrahlen. Mit zwei Treffern von Julius Valentin Bartels und drei Treffern von Moritz Fürmeier in den 8 Minuten seit dem Kabinengang legt Söhre zum 28:15 vor. Auf Söhres Bank macht sich frühzeitig Entspannung breit und zur beherrschenden Frage wird, wen es diesmal wohl mit dem Dreißigsten erwischt. Verweigern gilt nicht, da gibt es auch in Unterzahl keine Ausrede. Jonathan Dumke bekommt auf links außen den Ball und erweist sich als sicherer Torschütze zum 30:17 in der 41-ten Minute. Nach dem 32:19 in der 44-ten Minute durch Julian Modrejewski ist Alfelds Trainer einigermaßen bedient, sodass er sein Glück in einer Auszeit sucht. Die Gäste versuchen es mit neuer Taktik, der Torwart geht raus, im Angriff wird mit sieben gegen sechs gespielt. Wer so offen zeigt, darf sich allerdings keine Abspielfehler oder Fehlwürfe leisten. Erster Nutznießer ist Robin Skripalle, der den Pass abfängt und ins freie Tor wirft, zweiter Vorteilsnehmer ist Söhres Keeper Marvin Engelhart mit einem 40-Meter Bogenwurf, diesmal jedoch nicht für einen Tempogegenstoß, sondern gleich über die gegnerische Torlinie. Alfelds Versuch mit dem Angriffsüberzahlspiel endet mit der doppelten Strafzeit gegen Leander Flake. Die etwas lockere Art, wie nach einer Begründung für die 2 Minuten gefragt wurde, hatte ihm gleich einen Zuschlag fürs Meckern eingebracht und das vier Minuten Überzahlspiel kommt Söhres Torhunger noch einmal entgegen. Lange hatte Joey Wattenberg bei drei starken Linksaußen auf der Bank ausharren müssen, dafür klappt jetzt das Tore Werfen wie das Brezelbacken. Drei Treffer von ihm in 3 Minuten, nur kurzzeitig unterbrochen vom 40:25 durch Lucas Engelke (Prost!) in der 54-ten Minute. Für fünfzig Treffer reicht es heute nicht mehr, was sicherlich gegen tapfer kämpfende Alfelder auch unangemessen gewesen, die mit dem dreißigsten durch Nando Ehlers zu ihrem letzten Tor kommen. Söhres Abschluss in einem nie gefährdetem 47:30 Sieg läuft per Tempogegenstoß über den sprintstarken Joey Wattenberg, bei mit seinem sechsten Treffer in der Partie heute eine 100% Quote einfahren kann.
Aufstellung: Marvin Engelhardt (1)(TW), Lukas Bogisch (4), Julius Valentin Bartels (3), Joey Wattenberg (6), Björn Riesen (1), Bjarne Breitmeyer (3, 2), Julian Modrejewski (10), Jonathan Dumke (3), Moritz Fürmeier (5), Tim-Luca Kleimann (1), ), Robin Skripalle (7), Jannis Kreikenbom, Lucas Engelke (3)
UB