Deutlicher Sieg dank starker Defensive, zweite Herren revangieren sich für Hinspielniederlage bei der HSG Langenhagen

Zuhause hatte sich der Gast aus Langenhagen gegen Söhres zweite Herren durch engagiertes Tempospiel in einer torreichen Partie knapp durchsetzen können, doch diesmal wollte das Team von Florian Breitmeyer sich nicht mehr überrennen lassen und hatte in den letzten Trainingseinheitenen noch mal ordentlich am Rückzugsverhalten geschraubt. Zum Problem allerdings könnten die Spielabsagen durch Julius Valentin Bartels, Kilian Drees, Tim-Luca Kleimann und Joey Wattenberg werden, denn auf den reduzierten Kader würde reichlich Laufarbeit ohne echte Wechselperspektive zukommen. An Motivation jedenfalls sollte es nicht fehlen, bei einem Sieg würde man den Tabellenplatz mit den HSG Langenhagen tauschen können und auch wieder im Rennen um die Vizemeisterschaft der Verbandsliga Süd dabei sein.

Die Anfangsphase des Spiels ist vom gegenseitigen Respekt gezeichnet. Söhre versucht technische Fehler zu vermeiden, hadert aber mit der Chancenauswertung. Die Gäste aus Langenhagen wiederum können nicht das Tempospiel der Hinrunde aufziehen, kommen jedoch aus einfachen Situationen über Jakob Hoff gleich dreimal zum Torerfolg und liegen nach 10 Spielminuten mit 3:5 in Führung. Die Gastgeber müssen vorne einfach effektiver werden, Lukas Bogisch schafft den Anschluss über rechts außen, Simon Kullig setzt sich am Kreis in der 15-ten Minute erfolgreich zum 7:7 durch. Die Gangart von Söhres Abwehr wird etwas härter, allerdings lässt das Schiedsrichtergespann wenig körperlichen Einsatz zu. Für Langenhangen gibt es bis zur 21-ten Minute bereits Strafwurf Nummer vier, die Kevin Loh allesamt erfolgreich umsetzen und sein Team mit 9:10 in Führung bringen kann. Das größere spielerische Potential liegt auf Seite der Gastgeber, deren Spielzüge deutlich variantenreicher sind. Mittelmann Björn Riesen schafft es in der 25-ten Minute, Simon Kullig in Abschlussposition zu bringen und setzt sich selber im Angriff drauf im eins-gegen-eins durch, wobei sein Team mit dem 12:10 erstmalig eine zwei Tore Führung erzielen kann. Langenhagen reagiert mit einer Auszeit. Söhres Coach Florian Breitmeyer nutzt die Gelegenheit, ein Lob für die starke Abwehrarbeit auszusprechen, fordert aber deutlich mehr Konzentration beim Abschluss ein. Auch wenn Jakob Hoff bis zur Pause für Langenhagen noch einmal den Anschluss erzielt, Söhres Simon Kullig kann mit vollem Körpereinsatz am Kreis die alte Tordifferenz wieder herstellen und die Gastgeber nehmen ein 13:11 mit in die Pause.

Nach Rückkehr aus der Kabine scheint die Abwehr der Söhrer nicht da ansetzen zu können, wo man in der ersten Hälfte aufgehört hatte. In der 32-ten Minute erzielt Langenhagen innerhalb von 15 Sekunden zwei Treffer und kommt zum 13:13 Ausgleich. Man möchte sich fragen, ob man heute doch personell zu dünn aufgestellt war und es an Alternativen für den Rückraum fehlte. Doch Söhres Team zeigt Geschlossenheit, der heute überragende Simon Kullig ist wieder mal nicht von Langenhagens Deckung festzumachen, Julian Modrejewski und Robin Skripalle legen über die Halbpositionen nach und on top gibt es einen Doppelschlag von Jonathan Dumke von links außen. Ein fünf-zu-null Lauf in fünf Minuten, die Gäste aus Hannovers Flughafenstadt retten sich nach dem 18:13 in der 38-ten Minuten ins Team Timeout. Es scheint, als würde die Präsenz vom Marvin Engelhardt im Söhrer Tor die Werfer der Gäste mächtig einschüchtern. Nicht nur der 7-Meter in der 38-Minute geht nicht ins Netz, auch sonst wirft man im Angriff lieber über oder neben das Tor, als zu riskieren, dass Söhrer Keeper den Ball schlicht und einfach fängt. Wahrscheinlicher als die Angst vorm Keeper ist allerdings die Verwendung von Haftmittel in der Steinberghalle, doch auch wenn Langenhagen zuhause ohne Kleber spielt, sollte es solche Ausfälle in der Wurfausbeute eigentlich nicht geben. Söhre kann es recht sein, ihr Shooter Julian Modrejewski beherrscht sein Sportgerät jedenfalls exzellent und netzt in der 45-ten Minute doppelt zum 23:16. Unterzahl Söhre ab der 47-ten Minute, Coach Florian Breitmeyer nimmt den Torwart raus und füllt mit dem sechsten Feldspieler auf. Das Risiko eines technischen Fehlers und dem freien Wurf auf das leere Tor ist immer gegeben, doch das Anspiel auf Simon Kullig klappt, der für sein Team einen Strafwurf erzwingt. Sicherer Abschluss zum 24:17 durch Bjarne Breitmeyer und auch in der 51-ten Minute kann er noch mal über links außen zum 27:20 nachlegen. Für die Gastgeber gilt es, das Spiel ohne konditionellen Einbruch über die Zeit zu bringen. Auch wenn Gäste aus Langenhagen bis zum Ende der Partie Söhres erstarkte Deckung noch dreimal bezwingen können, eine ernsthafte Gefahr das Spiel zu kippen, können sie nicht mehr aufbauen. Erwähnenswert am Schluss sei noch der Pass von Julian Modrejewski auf Robin Skripalle zum 30:23 Endstand, wodurch er diesmal die Kiste fürs dreißigste in cleverer Weise weiterreichen kann und diese nicht, wie in üblicher Weise, meist vom ihm spendiert werden muss.

Aufstellung: Julian Bogisch (TW), Justin Engelhardt (TW), Marvin Engelhardt, Lukas Bogisch (1), Björn Riesen (2), Bjarne Breitmeyer (2, 1), Julian Modrejewski (8, 1), Jonathan Dumke (6), Simon Kullig (6), Moritz Fürmeier (2), Robin Skripalle (2), Lucas Engelke (1)

UB

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