Erneut ist die Himmelsthürer Fohlenkoppel Ort eines denkwürdigen Aufeinandertreffens zwischen Söhrer und Himmelsthürer Handballern

Am Sonntag um 16:00 Uhr sollte nicht weniger als die Feuertaufe der neu formierten III. Herrenmannschaft der Sportfreunde stattfinden. Neu-Coach Gerrit Graen hatte die Aufgabe aus talentierten Jungspielern und teilweise oberligaerfahrenen Hasen jenseits der 30 Lebensjahren eine schlagkräftige Einheit zu formen, die in der Regionsliga oben mitspielen kann. In der intensiven Vorbereitung waren auch Dieter Giese und Oliver Schaer dabei. Diese beiden bildeten das Torhütergespann der Söhrer I.Herren der Regionsoberligasaison 2006/2007, in der der Grundstein für die jetzige Erfolgsgeschichte gesetzt wurde.

Himmelsthürer Mannschaften entpuppen sich immer als schwere Gegner. Und die gegnerische Aufstellung las sich wie ein who-is-who des Handballs der 2000er Jahre an der Fohlenkoppel: Loose, Schnipkoweit, Gröger, Watermeyer, Janzen, Elfers, So waren die Söhrer einerseits heiß auf den ersten Einsatz und andererseits auch ehrfürchtig.Nach den ersten Sekunden im Spiel war klar, dass Söhre eine starke Bank hat! Der große Kader von deutlich über 14 Spielern bringt mit sich, dass immer jemand aussetzen muss. Dieses Mal traf es Pascal Reinhold, Sebastian Peciuch, Sebastian Fritsch. Als Offizielle unterstützten sie das Team mit konstruktiven und motivierenden Eingaben. In der Folge begann Söhre auch wie die Feuerwehr! Aus einer starken Deckung mit einem sicheren Dieter Giese ging es mehrmals über Jörn Eckhardt zu Torerfolgen. Auch Kay Müller hatte sein Visier gut eingestellt und erzielte aus dem Rückraum wichtige Tore. So stand es nach etwa zehn Minuten bereits 5:1 aus Sicht der Söhrer.

Himmelsthür fing sich ab etwa der 12. Minute und im Söhrer Angriff fehlte das Quäntchen Glück im Abschluss: nahezu jeder Söhrer Feldspieler hatte in dieser Phase mal Pech. Dennoch rackerte die Söhrer 6:0-Abwehr als sei dieses Spiel bereits ein Endspiel. Jeder Spieler hat an dieser Stelle ein Lob verdient, allerdings sorgten besonders Jonas Fürmeier und Michel Schneider dafür, dass der Himmelsthürer Angriff immer wieder ins Stocken gerat. Den ersten 7 m der Himmelsthürer konnte Dieter Giese parieren. Das gab einen wichtigen sichernden Impuls ins Söhrer Spiel. Der Vorsprung konnte gerettet werden und es ging mit 10:8 aus Söhrer Sicht in die Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit war Söhre weiterhin couragiert und nach und nach kehrte bei den tüchtigen Sportfreunden auch das Glück zurück. Das Spielgeschehen wog hin und her, wobei sich Söhre leichte Vorteile erarbeitete. In der 40. Minute dann der Wechsel auf der Söhrer Torhüterposition: nach 4 Jahren Handballabstinenz kam Oliver Schaer zurück zwischen die Pfosten der Beustertaler und entschärfte sogleich einen Wurf der Gastgeber. Auch weitere Würfe der Himmelsthürer fanden nicht ins Ziel. Einen sehenswerten Tempogegenstoß verwandelte Marcel Scholz sicher. Darauf sahen sich die Himmelsthürer gezwungen, ihr Angriffsspiel über den Kreis zu intensivieren - spätestens dies war die Stunde der Söhrer 5:1-Deckung:
Junge, dynamische Spieler wirkten erfolgreich mit erfahrenden Deckungsstrategen. Wirbelte vorgezogen Christian Klaproth, so übernahm Sebastian Oststrowski hinten die Koordination. Seinen Einsatz krönte er mit einigen Ballgewinnen und vorne mit 2 blitzsauberen Toren gegen den ansonsten gut aufgelegten Tommy Loose. Auch Moritz Fürmeier bewies seine Schnelligkeit und ergatterte hinten zahlreiche Bälle. In der Endphase bekam auch Youngster Phil Marquardt Einsatzzeiten. Auf Rechtsaußen bewies er Spielwitz und Kaltschnäuzigkeit und erzielte wichtige Treffer, um die Himmelstührer auf Distanz zu halten.

So leuchtete dann am Ende ein 20 : 25 auf der Anzeigetafel auf und in allen Gesichtern der Söhrer III. Herren war nach dieser bestandenen Feuertaufe deutlich die Zufriedenheit zu sehen! Auch diese Begegnung an der Fohlenkoppel wird den Beteiligten lange in Erinnerung bleiben, denn einen Arbeitssieg gegen so einen Gegner muss ein frisch formiertes Team mit Zukunft auch erstmal schaffen.

Für Söhre spielten: Dieter Giese (TW), Oliver Schaer (TW), Moritz Fürmeier (5), Christian Klaproth (5), Kay-Fabian Müller (4), Jörn Eckhardt (3), Thomas Rojahn (2), Sebastian Ostrowski (2), Phil Marquardt (2), Sönke Breitmeyer (1), Marcel Scholz (1), Jonas Fürmeier, Michel Schneider, Lukas Modrejewski

OS

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