Im Derby die Nase vorn, zweite Herren setzen sich klar gegen Himmelsthür 2 durch

Nachbarschaftsduelle haben immer ihren eigenen Charakter, zudem versprach die Platzierung von Söhre 2 auf Platz eins und dem TuS GW Himmelsthür 2 auf Platz vier in der Tabelle der Regionsoberliga auch entsprechende Handballqualität. In der letzten Saison hatten die Gäste von der Fohlenkoppel zweimal das bessere Ende für sich behalten, vor eigenem Publikum war die Mannschaft von Trainer Guido Meyer allerdings fest entschlossen sich zu revanchieren. Gerade von Studienreise aus Südamerika zurück, konnte Cedric Fernandez wieder dabei sein, dafür würden aber waren mit Jonas Fürmeier und dem weiterhin verletzten Cedrik Rodemann zwei sichere Abwehrspieler fehlen.

Nervöser Start, Söhre beginnt mit Fehlwürfen, Himmelsthür markiert den ersten Treffer. Nach 3 Minuten beendet Alexander Thiel Söhres Ladehemmung und wirft den Ausgleich, doch die Gäste können in der 5 Minute das 1:3 vorlegen. Der Gastgeber zieht das Tempo an, Ausgleich Julian (Jewlz) Modrejewski über Mitte, in der Folge erneut schneller Angriff Söhre, der Ball geht nach links außen auf Daniel Breitmeyer, der das Spielgerät zur ersten Führung im langen Eck versenkt. Die Himmelsthürer reagieren mit einer 5/1-Deckung, jetzt ist genug Raum für Jewlz Modrejewski, in einer 1 zu 1 Situation geht er am Gegenspieler vorbei und erzielt das 5:3 nach 10 Minuten. In der letzten Saison noch in grün, jetzt auf Söhrer Seite, erhält Tim Vogel den Ball von Cedric Fernandez, seine ehemaligen Teamkameraden finden kein Mittel ihn vom Torwurf abzuhalten, es steht 9:6 für die Roten in der 16 Minute. In dieser Saison schon typisch für Söhres Spielweise, Torwart Marvin Engelhardt fängt den Rückraumwurf, bringt ihn lang heraus auf Daniel Breitmeyer, ein Wackler, an seinem Gegenspieler vorbei wirft er zum 11:6 nach 17 Minuten ein und Gästetrainer Markus von Aspern reagiert mit Team Timeout. Die Gäste setzen darauf, lange auszuspielen, suchen immer wieder das Kreisanspiel und können den 12:9 Anschluss in der 23 Minute erzielen. Söhres Deckung muss mehr tun, die Männer um Noah Schwarz und Cedric Fernandez stehen in der Schlussphase der ersten Hälfte wie eine Mauer, Himmelsthürs Angriffe verpuffen ohne echte Wurfchange. Daniel Breitmeyer ist zwei weitere Male beim Tempogegenstoß als Erster vorne, kann Tor Nummer 15 und den 16:10 Halbzeitstand auf seinem Konto verbuchen.

So sieht moderner Handball aus, nach Wiederanpfiff spielt Söhre zweimal mit Druck auf die Abwehr zwischen den Halben durch, unerwartet steigt Jewlz Modrejewski hoch, der Ball ist unhaltbar drin. Doch auch die Gäste können schnellen Handball spielen, holen in Überzahl drei Tore auf, neuer Stand 17:13 nach 35 Minuten. Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen, Simon Kullig sperrt für Alex Thiel, Jewlz Modrejewski punktet zweimal über Tempogegenstöße, Söhre nimmt eine 20:14 Führung mit in die 40 Minute. Die Gäste versuchen sich in der Folge an einer Manndeckung gegen Alexander Thiel, er wird von Cedric Fernandez aus der Sperre geholt und spielt auf Patrick Schulenburg, dessen strammer Wurf von links außen lässt dem Torwart keine Abwehrchance. Toll gemacht Breite, Meckern von der Bank bringt eine 2 Minuten Strafe für die Spieler auf der Platte und immerhin 30,-€ in die Mannschaftskasse ein, gut nur, dass man komfortabel in der 46 Minute mit 22:15 in Front liegt. Das Spiel wird emotionaler - Derby Charakter eben. Hatten die Schiedsrichter die erste Halbzeit sehr souverän im Griff, gibt es jetzt Entscheidungen auf beiden Seiten, deren Grundlage nicht unmittelbar für die Zuschauer nachvollziehbar sind. Pech dabei für Cedric Fernandez, sein 7 Meter Tor wird zurückgepfiffen, die Wiederholung ist allerdings nicht drin, es bleibt beim 26:21 in der 55 Minute. Endspurt Söhre, Alexander Thiel beweist seine Torgefährlichkeit mit 2 Treffern innerhalb von 40 Sekunden aus Tempogegenstößen, Noah Schwarz und Cedric Fernandez nutzen eiskalt aus, dass Himmelsthür in Unterzahl ohne Torwart spielt und werfen nach Ballgewinn in der Abwehr locker ins verwaiste Gehäuse der Gäste. Den Schlusspunkt setzt erneut Alex Thiel, noch einmal steigt er auf halbrechts hoch, diesmal hat Himmelsthür allerdings wieder einen Schlussmann im Kasten, doch gegen den strammen Wurf bleibt dieser chancenlos, wodurch Söhre heute einen hoch verdienten 31:22 Heimsieg einfährt.

Aufstellung: Marvin Engelhardt (TW), Tim Vogel (2), Simon Kullig, Alexander Thiel (7), Kevin Sieler, Cedric Fernandez (5, 4), Daniel Breitmeyer (5), Florian Breitmeyer (2), Julian Modrejewski (6), Noah Schwarz (1), Patrick Schulenburg (3), Henrik Klaproth

UB

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