Klarer Sieg bringt das Torverhältnis nach vorne, zweite Herren deklassieren auswärts Börde 3

Bisher hatten die Männer der SG Bördehandball 3 als Aufsteiger in die ROL noch nicht viel reißen können, lediglich ein magerer Sieg gegen den Tabellenletzten Bothfeld stand auf der Habenseite. Nach Meinung von Söhres zweiten Herren sollte sich da auch beim Aufeinandertreffen in der Schellerter Sporthalle nichts ändern, wäre da nur nicht das Problem mit den schwankenden Abwehrleistungen. Nach der Schulterverletzung von Cedrik Rodemann hatte sich Trainer Guido Meyer in Zugzwang für eine Verstärkung gesehen und war mit Simon Kullig fündig geworden, der bis zum letzten Jahr noch am Kreis in den ersten Herren gestanden hatte und nun aus der Handballpause zurück auf die Platte sollte.

 

Gewohnt temporeich steigt die Söhrer Mannschaft ins Spiel ein, Alex Thiel erzwingt einen 7 Meter und verwandelt selbst, Julian (Jewlz) Modrejewski erhöht im Anschluss auf 0:2. Aber das Börde Team kommt stark über den Kreis, kann zum 5:4 nach 7 Minuten in Führung gehen. Die Gäste müssen was tun, Florian Breitmeyer netzt doppelt und lässt in der 11 Minute den Ball für Jewlz Modrejewski stehen, der zum 6:7 einwirft. Coach Guido Meyer ist trotzdem nicht zufrieden, Börde kommt zu einfach an einen erfolgreichen Abschluss. Starke Phase von Keeper André Rürup zwischen den Söhrer Pfosten, 7 Meter gehalten und zwei aussichtreiche Würfe weggenommen, während im Angriff Florian Breitmeyer netzen kann. Spielstand 6:10 nach 18 Minuten, Börde reagiert erst einmal mit Team Timeout. Unkonzentriertes Spiel der Gäste nach der Kurzpause, viele Passfehler im Angriff, einfache Kontererfolge bringen die Heimmannschaft beim Doppelschlag durch Nico Schmeltekop zum 10:13 in der 25 Minute wieder auf Kurs. Höchste Zeit sich auf die eigenen spielerischen Fähigkeiten zu konzentrieren, es wird lang für den Linksaußen ausgespielt, Patrick Schulenburg wirft sicher 10:14 ein. Das Kombinationsspiel geht weiter, Abstoß von rechts mit Druck auf die Abwehr, Jewlz Modrejewski geht auf halblinks zum 11:16 nach 27 Minuten durch. Das Anschlusstor von Börde zum 14:18 Halbzeitstand ist eher ein Schönheitsfehler, Söhre zeigt sich in den letzten Minuten vor der Pause deutlich zwingender in den Aktionen als der Gastgeber.

Was sich Ende der ersten Hälfte schon abgezeichnet hat, setzt sich nahtlos nach Wiederanpfiff fort. Söhre spielt Tempo, ist druckvoll und wurfstark, Alex Thiel und Jewlz Modrejewski lassen es im Kasten von Börde so richtig klingeln. Der Spielstand von 15:25 nach 40 Minuten stellt dem Deckdeckungsspiel der Heimmannschaft nicht unbedingt ein gutes Zeugnis aus. Anders allerdings auf Söhrer Seite, hier hat Marvin Engelhardt schon etliche schwere Bälle hinter einer gutstehenden Deckung um Jonas Fürmeier im Mittelblock weggenommen und Bördes Rückraumwerfer wirken ratlos. Söhres Tempospiel geht weiter, manchmal ist die schnell ausgeführte Mitte jedoch zu fix für den Einzelschiedsrichter und die nach vorn geeilten Außen werden zurückgepfiffen. Aber Söhre kann auch aus Standards, Unterzahl Börde, „ALT“ für Jewlz Modrejewski, neuer Spielstand 18:30 in der 48 Minute. Bei den Gastgebern geht einfach nichts mehr, Cedric Fernandez kassiert den Ball in der Abwehr, Daniel Breitmeyer lauert schon an der Mittelline, sein Konter bringt das 21:34 in der 52 Spielminute. Warum nicht ruhig? Statt Schadensbegrenzung zu betreiben und lange auszuspielen, suchen die Werfer des Gastgebers immer wieder ihr Glück im schnellen Abschluss – Geschenke, die Söhres Torwart Marvin Engelhardt gerne annimmt. Wieder einmal fängt er den Ball, sein langer Pass geht auf Alex Thiel, der zum 22:36 einnetzt. Die vierzig voll machen darf Daniel Breitmeyer, wie sollte es anderes ein, erneut per Tempogegenstoß gegen eine völlig überforderte Mannschaft des Gastgebers. Das letzte Tor im Spiel zum 23:40 Endstand sei der Mannschaft von Bördehandball 3 gegönnt, die es allerdings in dieser Form nicht schaffen wird, das Abstiegsgespenst noch zu vertreiben.

Aufstellung: André Rürup (TW), Marvin Engelhardt (TW), Simon Kullig (2, 2), Jonas Fürmeier (1), Alexander Thiel (7, 1), Cedric Fernandez (3), Daniel Breitmeyer (2), Florian Breitmeyer (8) Julian Modrejewski (9), Noah Schwarz (2), Patrick Schulenburg (1), Hendrik Klapproth (5)

UB

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