Nach Vorjahresniederlage gegen erste Mannschaft, deklassieren Söhres zweite Herren den Aufsteiger HSG Rhumetal 2 deutlich

Das die zweite Herrenmannschaft von der HSG Rhumetal auf der Tribüne so richtig Alarm machen kann, dass hatten sie in der letzten Saison in der Steinberghalle gezeigt, als sie ihre erste Mannschaft zum Sieg gegen die Sportfreunde Söhre gepuscht hatten, wodurch letztlich der Oberliga Aufstieg erreicht werden konnte. Nun heiß es für Rhumetal 2, selber auf der Platte zu stehen, doch das Team von Florian Breitmeyer war keinesfalls gewillt, gegen die zweite Vertretung der HSG ebenfalls Federn zu lassen. Für die Söhrer Mannen war die Spielansage allerdings eher schlicht, einfach an die geschlossene Teamleistung der Vorwoche anknüpfen, was bei erneut voller Bank auch möglich sein sollte.

Die Heimmannschaft erwischt die HSG Rhumetal auf dem völlig falschen Fuß. Während Gäste noch versuchen ihren Spielfluss zu finden, ist Söhre von Beginn an in seinem Spielsystem. Schnelles Durchspielen nach rechts außen, Lukas Bogisch markiert den Auftakttreffer für die Gastgeber. Söhres Topscorer Julian Modrejewski profitiert von der ungeordneten Deckung und seiner Sprungkraft, bis zum 5:1 in der 7-ten Minuten kann er gleich viermal in Folge über halblinks netzen. Dank starkem Torwartrückhalt durch Justin Engelhardt und Toren von Tim-Luca Kleimann und Julias Valentin Bartels kann Söhre den Vorsprung über die Unterzahl in siebter und achter Minute retten und als Julian Modrejewski per 7-Meter das 9:4 erzielt in der 10-ten Minute erzielt, greift Rhumetals Interimstrainer das erste Mal zu grünen Karte.  Auch wenn Julian Modrejewski eine zwischenzeitliche Sonderbewachung bekommt, für Söhre läuft der Torexpress über links außen durch Jonathan Dumke und über den Kreis durch Robin Skripalle weiter. Nach jeweils doppelten Torerfolgen steht für die Gastgeber in der 15-ten Minute ein 13:5 auf der Anzeigentafel und Söhre scheint es Anschluss ruhiger angehen lassen zu wollen. Eine Einladung für die Gäste der HSG, die ihre Spielphilosophie jetzt besser ausleben können. Mit viel Druck wird versucht, sich über die Mitte und die Halbposition durchzutanken oder einfach mal verdeckt abzuziehen. Schwer für Söhres Keeper, dabei eine gute Figur zu machen, die HSG Rhumetal kommt in der 22-ten Minute auf 15:11 ran und Söhres Coach Florian Breitmeier sieht Bedarf für einen Team Timeout. Sich in der Deckung nicht auf Rudelbildung am 6 Meter einlassen, das Stoppfoul muss deutlich früher erfolgen und im Angriff schneller über die Flügel kommen. Lukas Bogisch nimmt die Aufgabe an, Doppelschlag durch ihn per Konterlauf über rechts außen, Julian Modrejewski ist gewohnt sicher im Abschluss von halblinks, Söhre holt mit seinem 18:12 in der 25-ten Minute einen 6 Tore Vorsprung zurück.  Auch wenn die Gäste nach wie vor Druck auf Söhres Abwehr machen und Justus Zänger für Rhumetal zum doppelten Torerfolg kommen kann, Söhres Angriff gelingt es jeweils umgehend ihren Topwerfer Julian Modrejewski in Position zu bringen und nimmt verdient ein 21:16 mit in die Pause.

 

Die zweite Hälfe beginnt übersichtlich auf der Platte, eine Hinausstellung gegen Söhre und zwei hintereinander folgende Hinausstellungen gegen Rhumetal schaffen Raum für schnelles Spiel. Für die Gastgeber zeigt Bjarne Breitmeyer, dass Söhre über den linken Flügel extremes Potential hat. Dreimal geht er innerhalb von 5 Minuten über links steil, Lukas Bogisch legt über die rechte Seite nach, Söhre erhöht per Zwischensprint seinen Vorsprung in der 37-ten Minute auf 25:16. Mit dem Durchbruch auf halblinks zum 26:17 durch Moritz Fürmeier ist für den Gästetrainer Handlungsbedarf in einer Auszeit angesagt, will man in der Steinberghalle nicht völlig unter die Räder kommen. Der Nutzen der Ansprache an sein Team allerdings ist zweifelhaft, zumal Söhres Trainer weiter ohne spielerischen Einbruch aus dem Vollen schöpfen kann. Kilian Drees kann sich erst auf halbrechts durchsetzen und im Anschluss einen sehenswerten Pass über die Deckung nach rechts außen auf Bjarne Breitmeyer spielen, der Tor Nummer fünf sicher zum 30:18 in der 43-ten Minute versenkt. Rhumetals erfahrenster Spieler ist Benjamin Jentsch, der vielen Söhrer Fan noch aus seiner Zeit in der ersten Mannschaft des SV Alfeld in Erinnerung sein dürfte. Trotz mittlerweile über 40 Lenzen ist er bei der HSG Rhumetal immer noch der technisch versierteste Spieler im Team und über halblinks auch noch entsprechend torgefährlich. Drei Feldtore und drei Siebenmetertreffer durch ihn zwischen der 40-sten und der 50-sten Spielminute können zwar Schadensbegrenzung betreiben, doch der klaren Überlegenheit der Gastgeber tut das keinen Abbruch. Bei angestiegener Außentemperatur ist die Luft in der Steinberghalle zum Schneiden, für die Lunge von Lucas Engelke reicht es nur zum Kurzauftritt am Kreis, doch immerhin kann er Treffer 34 und 35 bis zur 54-sten Minute markieren, bevor es wieder ans Asthmaspray auf die Bank geht. Söhre will heute die vierzig rund machen, Julian Modrejewski geht über die Mitte zum Torerfolg, Moritz Fürmeier fühlt sich auch halbrechts sichtbar wohl, erhöht die die Gastgeber auf 38:25 in der 57-sten Minute. Gerade noch am Kreis gestoppt, steht Simon Kullig noch weit im Feld der Gäste, als Söhres Deckung den Angriff abfängt und ihn frei vorne sucht. Die Gastgeber brauchen jetzt nur noch die Kirsche auf der Sahnetorte, die serviert Jannis Kreikenbohm mit seinem Tempolauf über rechts außen, Söhre holt sich das auch in der Höhe verdiente 40:26 und schiebt sich vorerst auf Tabellenplatz zwei der Verbandsliga Süd.

Aufstellung: Julian Bogisch (TW), Justin Engelhardt (TW), Marvin Engelhardt (TW), Kilian Drees (1), Lukas Bogisch (4), Julius Valentin Bartels (1), Björn Riesen (1), Bjarne Breitmeyer (6), Julian Modrejewski (11, 2), Jonathan Dumke (3), Simon Kullig (2), Moritz Fürmeier (3), Tim-Luca Kleimann (1), Robin Skripalle (3), Jannis Kreikenbohm (2), Lucas Engelke

UB

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