Schlechter Tag im Spitzenspiel, zweite Herren kassieren klare Niederlage beim Lehrter SV 2

Die Ansetzung versprach Spannung, Söhre 2 auf Platz 1 in der Regionsoberliga gegen das zweite Team aus Lehrte auf Platz 3. Beide Teams noch ungeschlagen, einzig die Anwurfzeit war ungewöhnlich. Lehrte hatte aufgrund einer Hochzeitsfeier im Mannschaftskreis um Vorverlegung gebeten, darum traf man sich am Samstag zur Mittagszeit, statt wie ursprünglich angesetzt am frühen Abend. Guido Meyer musste mit Jonas Fürmeier, Kevin Sieler und Daniel Wolff auf 3 Stammspieler verzichten, dafür waren aus der dritten Mannschaft Kay Müller und Jörn Eckhardt nachgerückt.

Das Team aus Söhre beginnt in 5-1 Deckung, Patrick Schulenburg soll als Vorgezogener den Angriffsfluss des Gastgebers unterbrechen. Doch schon das 2:1 für Lehrte offenbart das größte Problem der Söhrer am heutigen Tag, alle schauen zu, während der Angreifer auf halblinks ungehindert durchlaufen kann. Was man hinten fängt, muss man halt vorne mehr werfen, doch gleich 3 Fehlwürfe in den ersten 3 Minuten sind auch kein gutes Zeugnis. Trotz allem kämpft das Team von Guido Meyer, Marvin Engelhardt im Söhrer Tor fängt den Rückraumwurf und bringt den Ball schnell raus, per Konter in der 8 Minute erzielt Julian (Jewlz) Modrejewski die erste Söhrer Führung zum 3:4. Aber die Deckung steht nicht sicher, 12 Minute, Lehrte legt zum 7:6 vor. Hast du kein Glück, kommt auch noch Pech hinzu, Lattenkracher von Henrik Klapproth in der 15 Minute, dennoch können Alex Thiel und Florian Breitmeyer die Führung zurückholen, Stand 9:10 nach 19 Minuten. Team Timeout durch Lehrte, Söhres Trainer Guido Meyer fordert indes von seiner Abwehr, sich besser auf den plötzlichen Antritt aus langsamem Spiel einzustellen. Es nutzt wenig, Lehrtes Angreifer ist wieder mal nicht zu halten, zudem verdaddelt man zwei Konter ohne Not, leistet sich vorne zwei Fehlpässe und einen verworfene 7 Meter. Bittere Quittung, 16:11 für den Gastgeber nach 26 Minuten. Schadensbegrenzung durch Tore von Alex Thiel und Jewlz Modrejewski, 16:14 bei noch 30 Sekunden auf der Uhr. Der letzte Treffer für Lehrte geht erneut klar auf einen Söhrer Deckungsfehler zurück, mit drei Toren Pausenrückstand begibt man sich in die Kabine.

 

Nach Wiederanpfiff versucht der Gast mehr Ruhe ins Spiel zu bringen, der Ball wird lang ausgespielt, Jörn Eckhardt auf rechts außen ist frei, bringt das Ding sicher im Netz unter. Doch der Söhrer Anhang fragt sich, was tut die Abwehr heute, warum kommen die Angreifer so leicht durch? 33 Minute und es steht 19:15 für den Gastgeber. Söhres sonst so sichere Rückraumwerfer werden ungeduldig, es wird drauf losgeballert, aber ohne Haftmittel gehen diese Würfe einfach nicht, Lieblingsziel wird der Lehrter Torwart. So klappt es besser, Cedrik Rodemann zieht am Kreis die Lücke auf, Alex Thiel geht zum 23:19 in der 38 Minute durch. Schreck für Söhre in der 42 Minute, die Schulter von Cedrik Rodemann hat bei der Abwehraktion geknackt, auf die Platte kann er heute nicht mehr. Tore gehen nur über den Kampf, Cedric Fernandez wird umgerissen, Alex Thiel versenkt den 7 Meter zum 27:24 in der 47 Minute. Der Gast aus Söhre schöpft noch einmal Hoffnung, die Männer aus Lehrte weichen jedoch nicht von ihrem Konzept ab. Weiterhin wird mit massivem Druck auf die Nahtstellen der Abwehr gespielt und irgendwann finden sie die Lücke, mit 33:27 liegt Heim nach 54 Minuten in Front. Söhres Coach Guido Meyer versucht einen letzten Joker zu ziehen, ordert 2 Deckungsspieler zu Manndeckung ab. Florian Breitmeyer dreht noch mal auf, seine 3 Treffer bringen die Gäste immerhin auf 36:32 in der 57 Minute ran, aber auch jeder Gegenangriff ist drin, Tag der offenen Tür im Söhrer Deckungsspiel. Endstand 39:33, vor den Söhrer Männern liegt ein hartes Stück Arbeit, die heute aufgezeigten Schwachpunkte aufzuarbeiten, um weiterhin an der Spitze ein Wort mitzureden.

Aufstellung: Marcell Gatzemeyer (TW), Marvin Engelhardt (TW), Cedrik Rodemann, Alexander Thiel (11, 2), Cedric Fernandez (4, 1), Daniel Breitmeyer, Jörn Eckhardt (1), Florian Breitmeyer (7, 1) Julian Modrejewski (6), Noah Schwarz (2), Patrick Schulenburg (1), Kay Müller, Hendrik Klapproth (1)

UB

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