Zweite Herren verabschieden sich mit Galavorstellung gegen Bothfeld 2 von der Regionsoberliga in die Landesliga

Was ist angemessen, wenn man den Aufstieg schon zwei Spieltage vor Saisonende fest in der Tasche hat, Spaßhandball oder das Erfolgskonzept durchziehen? Eine Frage, die durchaus ernsthaft im Team der zweiten Söhrer Herren diskutiert wurde, doch letztlich war die Meinung klar, die Verpflichtung gegenüber den Fans und die Achtung des Gegners verlangt grundsätzlich immer maximalen sportlichen Einsatz. Und heiß auf Buden sind die Ballermänner aus Söhre sowieso und da sollte es noch mal ein Torfestival gegen die zweite Vertretung des bereits feststehenden Absteiger vom TuS Bothfeld v. 1904 geben, so zumindest Vorstellung der Gastgeber über den Spielverlauf.

Die Männer von Coach Guido Meyer beginnen, wie man ihr Spielsystem aus der Saison kennt. Aus knallharter Abwehr geht es blitzschnell nach vorne, Daniel Breitmeyer geht den Konter zum 1:0, Julian (Jewlz) Modrejewski bekommt den langen Pass von Torwart Marvin Engelhardt und erzielt das 3:0 in der 4 Minute. Für Söhre läuft’s, der Breitmeyer Express mit Florian von halbrechts und Cousin Daniel über links außen punktet jeweils doppelt, die Spielzeituhr zeigt ein 7:1 in der 8 Minute. Die Gäste aus Bothfeld haben erhebliche Probleme mit der Kontrolle des Spielgerätes, der Ball wird schon mal mit Wucht als Aufsetzer geworfen und geht über die Latte oder verlässt wie in der 9 Minute die Wurfhand unkontrolliert, als Marvin Engelhardt einen Kopftreffer wegstecken muss. Wenn der Söhrer Rückraum sich ausnahmeweise mal dezent zurücknimmt, es gibt ja noch die Kreisspieler, Noah Schwarz lässt sich auch vom Ziehen am Trikot nicht beeindrucken, erhöht auf 9:2, Cedrik (CR7) Rodemann verzögert einen Moment, macht den Ball dann mit Auge zum 10:3 rein. Der Gastgeber zieht das Tempo an, Kevin Sieler greift sich 3 Tempogegenstöße ab, in der 17 Minute liegt Söhre bereits 15:3 in Front. Nicht umsonst hat Söhres Zweite den Ruf der Torfabrik, Cedric Fernandez erobert den Ball in der Abwehr, gibt Patrick Schulenburg den langen Pass für seinen dritten Treffer, der revanchiert im drauffolgenden Angriff und lässt Cedric den Vortritt zum 19:3 nach 20 Minuten. Auch wenn man von der Torfolge im Minutentakt etwas abweicht, Bothfelds Durchatmen ist nur kurz, erneuter 5 Sekunden Angriff, Florian Breitmeyer erhöht per Stemmwurf auf 23:4 nach 25 Minuten und auch Tor 24 und 25 gehen auf sein Konto.  Fast wäre Söhres Keeper Marvin Engelhardt noch ein Kunststück geglückt, kurz vor der Pause senkt sich sein 40 Meter Wurf hinter dem Keeper der Gäste auf die Querlatte, doch für Heim sollte auch ein 25:6 zur Pause mehr als ausreichend sein.

Für Söhrer Verhältnisse ungewöhnlich lange wird der erste Angriff nach der Pause ausgespielt, letztendlich holt Moritz Fürmeier einen 7 Meter raus, den Cedric Fernandez erfolgreich im Netzt versenkt. André Rürup, in Halbzeit zwei im Gehäuse der Gastgeber, pariert per Fußabwehr in der 35 Minute einen der wenigen gefährlichen Würfe der Bothfelder, die Söhrer Bank geht mit, als sei der Ausgleich in der finalen Partie um den Aufstieg in der letzten Spielminute verhindert worden. Das Spiel der Gastgeber läuft ein bisschen ruhiger aber weiterhin effizient, Cedrik Rodemann stellt die Sperre für Alex Thiel, der läuft zum 35:10 in der 42 Minute durch und gleich im Anschluss kann CR7 nach Anspiel von Florian Breitmeyer selber einen weiteren Strich auf seiner Trefferliste machen. Doch ab der 45 Minute ist Sand im Getriebe der Söhrer Tormaschine. Es wird unkonzentriert gespielt, von zwei Mal über Schritte bis zum Abwerfen des gegnerischen Torwarts und Freigeben von Deckungslücken ist alles dabei, wodurch die Bothfelder mit dem 37:14 immerhin eine gewisse Schadensbegrenzung erreichen können. Söhres Trainer Guido Meyer mag das nicht mit Wohlwollen betrachten, nimmt erst einmal eine Auszeit. Florian Breitmeyer beendet die fünfminütige Durststrecke ohne Torerfolg, in der 50 Minute steigt er hoch, knallt das Ding unhaltbar ins Netz. In den letzten 5 Minuten darf man ruhig auch mal etwas zaubern, es klappt, Jewlz Modrejewski, eigentlich angestammter Raumraumer, macht das 42:16 vom Kreis und Cedric Fernandez spielt den Pass für den heranfliegende Florian Breitmeyer, der ein blitzsauberes Kempa-Tor in der 59 Minute erzielen kann. Der letzte Treffer aber gehört CR7, als ursprünglicher Kreisläufer auf ungewohnter Rückraumposition, kann er sein Wunschtor über halblinks zum 44:16 Endstand erzielen.

Ein herzlicher Dank geht Team aus Bothfeld, die zum Aufstieg zwei Flaschen Sekt spendiert haben, obwohl sie selber den Gang in die Regionsliga gehen müssen. Für Söhre allerdings ist das Thema Regionsoberliga noch nicht so ganz abgehakt, denn gegen den Staffelsieger der Parallelgruppe, die HSG Schaumburg-Nord 2,  stehen noch Hin- und Rückspiel am 11.05.2019 und am 18.05.2019 um den Titel Regionsoberligameister an, den man auch gerne für den Söhrer Trophäenschrank erobert möchte. 

Aufstellung: Andre Rürup (TW), Marvin Engelhardt (TW), Jörn Eckhardt (1), Cedrik Rodemann (4), Alexander Thiel (5), Kevin Sieler (5), Cedric Fernandez (6, 2), Daniel Breitmeyer (5), Moritz Fürmeier (1), Florian Breitmeyer (9), Julian Modrejewski (4), Noah Schwarz (1), Patrick Schulenburg (3), Henrik Klaproth

UB

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